letzte Änderung : 26.03.2006 11:36

Aus alt mach' neu

Eine I500 in neuen Kleidern...

Rundum schön: Die Impressa von Bernd

Na - was ist das? Eine S- Type von Jura? Weit gefehlt! Die Impressa 500 hat etliche Jährchen auf dem Buckel und ist von Bernd Mattick einem kompletten Refit unterzogen worden. Und glänzt jetzt wie eine silberne S90. Ein richtiges Schmuckstück, der man ihr Alter nicht mehr ansieht. Bernd hat die Maschine zerlegt und neu gespritzt.

Zum Lack: 2 simple Sprühdosen Dupli-Color, Farbton “INOX” der Firma Motip Dupli (erhältlich u.a. bei Hornbach). Bernd schreibt: “Ich habe noch einmal verglichen: Der Farbton ist fast wie das Titan der S9 Avantgarde, nur die Ausführung ist sorgfältiger als bei Jura üblich (im Laden stand eine furchtbar scheckig gelackte S95 daneben)”. Bernd hat 3 bis 5 Lackiergänge durchgeführt, jeweils pro Lackgang nur als Farbnebel - nicht deckend. Sonst tritt ein Hammerschlaglack - Effekt auf. Die Deckkraft der Lackierung muss über die Anzahl der Lackschichten erreicht werden! Der Lack ist bereits nach wenigen Minuten handfest trocken. Kratzfest ist die Lackierung aber erst nach 24 Stunden und nach 48 Stunden hört die Maschine langsam auf, neu zu riechen. Der Kunststoff des Gehäuses verträgt sich offensichtlich gut mit dem angegebenen Lack.

Die Maschine wurde erst mal so weit wie möglich demontiert. Also auch die Front abnehmen. Dazu die Scharnierstifte ziehen. Wie zum Teufel bekommt man die linke Seite (Wassertankseite) ab? Die hat mehrere Halteklammern, ist nicht festgeschraubt und wird einfach nach hinten weggeschoben. Geht meist etwas arg stramm. Bernd hat das linke Seitenteil nicht abgebaut, sondern das Wassertankventil sauber abgeklebt und das Gehäuse als ganzes lackiert. Klar, dass alle möglichen anderen Teile, Logikprint, Dampfprint und das Dampfrohr etc. etc. vorher demontiert wurden. Die Teile werden dann alle entfettet. Mit einer Spülmittellösung und Pinsel geht das gut. Danach muss alles gut getrocknet werden.

Zum Lackieren sollte auch der Kaffeeauslauf abgebaut und zerlegt werden. Dabei die Chromleiste mit dem Griff zum Verschieben abkleben, da sich die Halteklammern nur mit einiger Gewalt entfernen lassen. Die Rückseite des Auslaufes nicht lackieren. Die ist ja auch nicht sichtbar. Das Unterteil des Auslaufs (mattschwarz) kann entnommen und gesondert lackiert werden.

Probleme? Eigentlich keine beim Lackieren. Aber ein Tag Kaffee-Entzug mit eiserner Disziplin, die nötig war, um die “Klamotte” nicht sofort wieder zusammenzusetzen.

Bernd will im nächsten Schritt die Bleche noch verchromen lassen und hat mir dann ein neues Bild versprochen, um die I500 im ganzen Glanz zu zeigen.

Meine Meinung: Herzlichen Glückwunsch an Bernd zum tollen Aussehen seiner I500.

Eine Anleitung, wie ein Case Modding an einer I500 mit Tassen- und Tankbeleuchtung durchzuführen ist gibt es unter www.coffeemakers.de. Auch interessant. Tipp: Dort mal reinschauen!