Jura und Clones: Jura und Clones von Eugster / Frismag

Stand: 05.06.2006

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JURA C- Serie

C5 in platinNeu im Juni 2006 ist die C- Serie von Jura vorgestellt worden. Mit einem Superdesign (wie bei Jura üblich) soll mit dieser Serie wohl die E- Serie langsam abgelöst werden. Am 5.6. gab es auf der deutschen Internetseite noch nichts zur C- Serie, wohl aber auf den schweizer Seiten. Also gibt es hier den Link zu den Jura- Seiten der C-Serie. Die C5 hat einen Rotaryswitch (Einknopfbedienung). Einfach und intuitiv können damit die Kaffeespezialitäten über ein einziges Bedienelement gewählt werden. Die Impressa C5 gibt es in der Ausgabe platin und schwarz. Man darf gespannt sein auf den Preislevel, den Jura dafür vorgeben wird.
Quelle des Bildes und eine Vergrösserung davon: http://www.ch.jura.com/de/download_c5_platin.jpg

JURA S- und E- Serie

s85Die E- und S- Typenreihen unterscheiden sich hauptsächlich in den Wasserkreisläufen (S- Serie: 2 Erhitzer für Wasser und Dampf, die E- Serie hat nur eine “Heizpatrone”), der Gehäusebauform und der Software (der Logik, sprich: Bedienfreundlichkeit)). Die Brühgruppen aller JURA-, AEG- und KRUPS - Maschinen sind identisch. Die ältere Ultra ist recht ähnlich wie die S- Serie aufgebaut und hat separate Kreisläufe für Dampf und Wasser. Seinerzeit wurden aber in einigen Baureihen noch keine Legris- Verschraubungen eingesetzt. In älteren Impressaswie der Impressa 500, 5000 und der "Cappucinatore" fehlt das mechanische Rücklaufverhinderungs- Ventil und im Dampfkreislauf das Magnet- Sperrventil. Auch haben die älteren Impressas 500 und die E- Serie  keinen Heisswasser- Zulauf zur Tassenablage. Es hat sich also so einiges geändert.

Die E- Serie besteht aus den Modellen E10 (ganz einfaches Einstiegsmodell in schwarz und mit LED- Anzeige) sowie E80 (schwarz)und E85 (silber). Die E80 / 85 hat das Design der E- Serie, aber ein Innenleben ähnlich der F- Serie. So sind in E- und F- Serie gleiche Edelstahl- Heizelemente eingebaut. Vom Aufbau des Heiztraktes unterscheidet sich die E85 damit signifikant von den übrigen E- Modellen. Die E40 hat die Jura-typische Brühgruppe und macht ganz hervorragenden Kaffee. Generell ist die Kaffeequalität der Jura- Maschinen gleich. Lediglich bei der Dampfzubereitung und der Bedienfreundlichkeit unterscheiden sich die Maschinen ganz deutlich. Wer "nur" einen zuverlässigen "Kaffeehobel" für das Büro braucht, der ist mit der günstgen E40 sehr gut bedient. Wer dann ab un dzu mal einen Cappucino will und dafür mit der Maschine Dampf / Milchschaum machen will, sollte aber eine andere Maschine wählen.

In der S- Serie gibt es die S7 (schwarz) und die S9 (platinsilber und titan). Die 2004 erschienene S9 avantgarde ist eine S9 mit viel Zubehör und sehr guter Ausstattung. Dazu gehört der Profi- Cappucinatore, und ein Milchbehälter. Hinter der Frontblende sind die Maschinenwerte mit einem Rädchen einstellbar. Man wünscht sich als Bastler ein größeres Display der S- und E- Serie und natürlich mehr technische Möglichkeiten zur Einflussnahme. Dazu würde zum Beispiel gehören, die Brühtemperatur beeinflussen zu können. Aber das sieht Jura nicht vor. Bastler und Tüftler sind generell nicht besonders willkommen.

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JURA F-Serie

 

f50Die F- Serie ist ähnlich wie die E- Serie aufgebaut, aber zwischenzeitlich die breiteste Jura- Serie mit den meisten Modellen. Details sind in einem eigenen Dokument beschrieben, welches Du hier findest.

Die F- Serie hat einen deutlich “fetteren” Thermoblock als die E- Serie (Ausnahme: E85), der leistungsfähiger erscheint. Getrennte Dampf- und Wasserkreisläufe sind in der F- Serie nicht vorhanden, aber der Dampf wird durch ein Dampfsperrventil abgesperrt, welches ein besseres “Anspringen” der Dampfproduktion ermöglicht und die Nachtröpfelei - wie bei der E- Serie üblich - behebt. Mit dem Drehwahlschalter und einem interessantem Display ist das “Look-and-feel” wesentlicher komfortabler als das der E-Serie. Alle F- Serien- Modelle haben das Jura Connector- System und können deshalb leicht vom Easy- Auto- Cappu (EAC) auf den PAC (Profi- AC) umgerüstet werden. Die F9 ist dann noch zusätzlich mit einem Web- Interface auszurüsten. Eine schöne Spielerei ohne viel sittlichen Nährwert. Wer sich davon tiefere Einblicke in den Steuerungsablauf verspricht, wird bitter enttäuscht. Kaffeerezepte kann man mit dem Interface von der Jura- Seite laden und dann in die Maschine geben. Klasse. Ich frage mich immer, wer so was braucht. Jedenfalls haben schon viele Leute berichtet, dass der Preis dafür den Nutzen daraus um Zehnerpotenzen übersteigt.

Die F- Serie sieht atemberaubend gut aus und das ist wohl das Hauptargument für diese Baureihe. Jura ist damit ein echt guter Wurf gelungen. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 12/2005 KAffeevollautomaten getestet und dei F70 wurde Testsieger mit einer Gesamtnote von 1,9 (GUT). Die Maschine beeindruckte die Tester mit dem einzigen "sehr guten" Espresso.

Servicemenü bei der F70 entdeckt?
Nach Infos von “JürgenF70” im my-jura.de - Forum kam eine Anzeige im Display seiner F70, die auf Serviceinfos hin deutet. Jürgen hatte die Schale aus der Maschine entfernt und dann die “St@rt”- Taste im Touch- Display gedrückt. Interessant! Gibt es da noch mehr?

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JURA Z5

 

z5Die Jura Z5 ist Mitte 2004 auf den Markt gebracht worden und Details zur Selbstschrauberei liegen bislang noch nicht viele vor (bei mir noch gar keine). Die Brühgruppe ist aber wohl vom generellen Aufbau her gleich geblieben. Da die Maschinen meist noch Garantie haben, sollte man auch die Finger davon lassen und sie bei Problemen zum Servicebetrieb geben.
Ausser ein paar Bildern vom Innenleben, die einer mal zeitweise ins Netz gestellt hatte, weiss man momentan nur wenig über die Z5. Die Maschine ist auf jeden Fall von deutlich höherer Komplexität als alle anderen Jura- VA’s und hat zusätzliche Pumpen und andere Bauteile im Inneren, deren Funktion noch nicht klar ist.

An der Brühgruppe wurden geringfügige Veränderungen vorgenommen, die eine bessere Funktion gewährleisten sollen. So wurden u.a. spezielle Beschichtungen verwendet, die ein schnelles Verkleben verhindern. Die Maschine selbst hat 24 Monate Garantie - auf die Brüheinheit gibt's 5 Jahre Garantie.

Andreas Gradert hat noch einige Detailinfos zur Z5 (u.a. Störungsmeldungen decodieren) im Forum my-jura.de hinterlegt. Die findest Du unter my-jura.de/news/a.php4?12797,my-jura.support.impressa#0

Ab 2005 kam dann noch das Home- Spitzenmodell de Z5 für ca. 2300 € ganz in Chrom dazu. Die Z5 alu kann übrigens mit Tricks auf eine Chromversion umgebaut werden. Dafür werden so einige Teile benötigt. Die deutschen Modelle bieten nicht die Möglichkiet, da komischerweise die Blende der Tresterschublade für die "Z5 chrom" nicht als Ersatzteil erhältlich ist. Dafür ist aber die Blende der capressa Z6 (Exportmodell) erhältlich. Und wer hätte das Unglaubliche geglaubt: SIE PASST AUF DIE Z5! Wer umbauen will und bereit ist, dafür ca. 550 Euronen auf den Tisch des Herrn zu legen, soll sich mit Andreas Gradert (http://www.jura-ersatzteile.de) in Verbindung setzen. Der hat die Umbauteile auf Lager und den Bestelltrick mit der Z6 rausgefunden. Irgendwann krieg' ich auch den Dreh im Kopf und baue meine Z5 um. Die Chrommaschine sieht einfach supersupergeil aus. Ich will eine! Andreas, schick die Sachen her!

Die Z5 läuft seit April 2005 bei mir im Dauereinsatz. Ein absolut tolles Gerät ohne Fehl' und Tadel. Ich liebe sie. Meine Gaby liebt sie. Und alle meine Besucher auch. Und jeder bedenkt Sie mit ehrfürchtigen und gleichzeitig neidischen Blicken. Und jeder will Sie haben! Sie ist mit Abstand das technisch attraktivste Teil in meinem Haushalt. Der Wunsch nach einem Porsche hat bei mir seit der Besitzergreifung um ca. 3,5% nachgelassen. Technik eben, die fasziniert.
Spaß beiseite: Tasse drunter, Taste drücken und nach 30- 40 Sekunden ist der Cappucino fertig. Die Programmiermöglichkeiten sind endlos, aber fast unnötig. Die Komplexität der Maschine ist hoch, aber jeder Idi kann sie bedienen. Nahezu die Quadratur des Kreises. Wer es noch nicht gemerkt haben sollte: Ich habe eine Beziehung zu dieser Schönheit.....

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JURA X- Serie

X7“X” heisst die Gastronomie- Serie (“Commercial- Line”) für den professionellen Einsatz, der bei Jura wohl bei so ca. 20-30 Tassen pro Tag anfängt. Die Maschinen haben im Inneren die gleiche Brühgruppe und sehr ähnliche Technik wie die Heimgeräte der “Consumer Line”. Die Heizungen sind etwas “fetter” und leistungsfähiger, um den Mengenansprüchen Genüge zu tun und größere Durchsätze zu erlauben. Daneben gibt es größere Bohnenbehälter, direkte Anschlussmöglichkeiten an das Wassernetz und einen Tank mit mehr Fassungsvermögen. Anbindung an Abrechnungssysteme, Milk Cooler, Cup Warmer, Catering- Mobile: Alles weitere Teile, die mit den Professional- Systemen zusammen erhältlich sind.

Die Z5 ist in gleichem Design auch als “X5” mit nur leicht abgewandelter Technik als Profimaschine zu haben.

Wer mehr über die Möglichkeiten der Professional- Serie lesen möchte, dem seien die entsprechenden Webseiten von Jura empfohlen: www.juragastroworld.de . Besonders interessant: Die X9. In ähnlichem Design wie die X5/ Z5, aber mit einigen Raffinessen mehr. Ist das die Richtung, wohin bei Jura die Reise zukünftig gehen wird?

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Krups KrupsDie älteren Krups- Typen "orchestro", "siziliana",nicht aber die aktuelle Serie wurden von Eugster hergestellt. Das mechanische und elektrische Innenleben der alten Maschinen ist deshalb weitgehend baugleich mit den Jura- Maschinen. Die neueren Typen der "XP"- Serie (XP 9000 etc) sind aber keine Eugster- Maschinen mehr. Der Ersatzteilbedarf ist für diese Typen dann nur über Krups abzudecken. Der Zentralkundendienst (Adresse: Nümmener Feld 10 ; 42717 Solingen; Tel.: 0212 387400 ; Fax: 0212 387619 ; EMail: Krups-Service@de.groupeseb.com) hilft dann weiter.
Polti

Polt Aroma 20 RaffaeloIm Juni 2006 hörte ich erstmals von neuen Geräten auf dem Markt namens "Polti". Die Geräte werden genau wie die Juras von Eugster in Romanshorn/Schweiz in bewährter Qualität hergestellt. Erstaunlich ist der Preis von 500 - 600 EUR, obwohl die Geräte mehr bieten als so manche einfache Jura. Der Funktionsumfang entspricht etwa dem einer E85. Es gibt derzeit zwei Modelle: Die günstigere "Raffaelo" und die etwas teurere "Michelangelo".

Vertrieben werden die Geräte u.a. von Andreas Gradert in München, der auch Ersatzteile für die Maschinen hat. Aber andere Bezugsquellen werden wahrscheinlich schnell hinzu kommen.

AEG cafamosa

cafamosaDie älteren AEG cafamosa Vollautomaten sind vom Innenleben identisch zu den Juras. Alle genannten Maschinen werden - wie die Juras auch - von der Fa. Eugster / Frismag für die verschiedenen Firmen gebaut und von diesen lediglich vermarktet. Die Brühgruppen und die meisten anderen Teile der Innereien können deshalb ohne weiteres ausgetauscht werden. Die Gehäuseteile - insbesondere Tropfschalen und Frontplatten - sind aber völlig anders.

Interessant: Geht man bei AEG in die Ersatzteilbestellung findet man bei Eingabe seiner PNC- Nr. auch den Geräte- Revisionsstand und Fertigungszeitraum. Wer also wissen will, wie alt das Gerät so ca. ist, schaut da mal rein. Einen Screenshot gibt es hier. Hier eine PNC zum Ausprobieren: PNC 950074001 (eine 99er cafamosa cf100).

Derzeit und ca. ab Ende 2004 als AEG- Maschinen verkaufte Geräte sind nicht mehr von Eugster hergestellt und können mit den Anleitungen auf dieser Seite nicht repariert werden. Eine Liste der mit den Jura- Geräten baugleichen AEG- cafamosas und Krups- Maschinen findest Du unten unter dem Punkt “Brühgruppe” .

Die AEG cf220 und AEG cf250 werden - wie die Melitta- Vollautomaten auch) von einem OEM- Hersteller in den Niederlanden hergestellt.

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Siemens / Bosch

TK64F0902Die Geräte der Siemens TK- Serie kommen auch von Eugster, arbeiten aber mit einer anderen Brühtechnik als die Jura-, AEG- und Krups- Geräte. Dabei werden Kaffeepulver und Wasser  miteinander verwirbelt, was einen intensiveren Aromaübergang zur Folge haben soll (Aroma Whirl). Eine Animation dieser Technik ist hier anzusehen.

Zu den Maschinen von Siemens und Bosch mit Aroma- Whirl- Verfahren liegen mir nur unzureichende Infos vor und ich habe auch noch keine in den Fingern gehabt. Die Brühgruppe ist deutlich anders konstruiert. Ebenso die Gehäuse. Die oberen Dichtringe der Kolben scheinen auf alle Typen zu passen. Der untere unterscheidet sich wahrscheinlich aufgrund des in der Maschine eingesetzten anderen Brühverfahrens. Die Brühgruppe ist somit zwar den Juramaschinen ähnlich, aber dennoch nicht genau so. Die grundlegende Konstruktion entstammt aber der “normalen” Eugster- Brühgruppe. Also eine deutlich sichtbare Weiterentwicklung.

Explosionszeichnungen der Geräte sind unter www.siemens-hausgeraete.de unter Punkt Service / Online- Ersatzteile erhältlich. Hilfreich beim Selbstschrauben!

Die Bosch- Maschinen TCA 6001, 6301 und 6701 sehen von der Frontblende her etwas anders aus, sind aber technisch identisch zu den Siemens- Maschinen. Nicht umsonst bedeutet die Firmenbezeichnung “BSH” Bosch- Siemens- Hausgeräte.